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Gegen Mitte des vorletzten Jahrhunderts herrschte in dieser Gegend grosse Armut. Die Erträge aus der Landwirtschaft und den Webkellern reichten für die Ernährung der Bevölkerung nicht mehr aus. Das Zusammentreffen von Überbevölkerung, zu wenig Lebensmittel und Geld, führte zu einer allgemeinen Notlage und zu einer starken Verschuldung der Gemeinde.
Zur Bewältigung dieser Massenverarmung sahen die Behörden nur noch den Ausweg der Auswanderung nach Amerika. So mussten 1855 über 300 Menschen auswandern, weil die Gemeinde den Menschen nicht anders helfen konnte. Es muss ein schwerer Abschied gewesen sein, als die Auswanderer mit den Kutschen vom Rössliplatz nach Basel und von dort weiter gebracht wurden. Zur Deckung der Auswanderungskosten musste der schöne Eichwald gefällt werden. Das Holz wurde dann für den Bau der Eisenbahnlinie verwendet.

 
Damit sich alle an diese traurige Auswanderung zurückerinnern, wurde 1959 ein Brunnen (gebaut vom Bildhauer Eduard Spörri) eingeweiht. Der Auswandererbrunnen steht auf dem Rössliplatz, auf welchem sich die Auswanderer damals besammelten.