Der Alemanne Prito ist der eigentliche Gründer
Brittnaus. Von ihm leitet sich auch der heutige Ortsname ab, der
sich im Verlaufe der Zeit von Pritinouva über Britenowe gewandelt
hat. Prito steckte seine Lanze in das geschützte Gebiet der
westlichen Talseite, und erbaute dort seinen Hof. Die weite Talebene
der Wigger war noch wüste Wildnis, und die Wigger floss „schlangenkrumm“
und hatte überall Arme und Inseln. Erst ab dem 15. Jahrhundert
kam diese Talsohle schrittweise unter Sense und Pflug. Flurnamen
wie „Grienmatte“, „Steinbillen“ und „Neumatte“
zeugen von der mühsamen, über lange Zeit dauernden Arbeit,
das Land nutzbar zu machen.
Dies ist schlussendlich gelungen. Brittnau ist nicht nur das Gebiet
im Oberdorf, wo der Hof stand und im 10. Jahrhundert schon eine
Kirche erbaut worden war, sondern auch viel Land ringsherum, welches
früher nur landwirtschaftlich genutzt wurde. Heute sind überall
kleine Weiler anzutreffen, welche sich alle unter dem Namen Brittnau
als Gemeinde zusammenfassen.
|