© Bundesamt für Landestopographie 2002 (JD022354)
Brittnau
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Das Dorf Brittnau entwickelte sich auf der vom Hochwasser der Wigger geschützten, westlichen Seitenterrasse des Wiggertales, die sich vom Hinterreich bis ins Hard hinunterzieht.
Seit dem 16. Jahrhundert greifen Siedlungsarme auch in die Seitentäler Graben und Vorstadt hinein, sowie über die Anhöhe des Kührains hinauf zum Schürberg. Diese Gebiete wurden in letzter Zeit stärker bebaut. Altachen und Hard, wo heute rund die Hälfte der Brittnauer Bevölkerung wohnt, waren bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts nur landwirtschaftlich genutzt. Damals standen dort erst 16 Häuser. Die Überbauung setzte etwa um 1920 ein.
Wie man merkt, besteht Brittnau aus mehreren kleineren Weilern. Das Talgebiet und der Schürberg gelten aus historischer Überlieferung als „innere“ Gemeinde. Im westlichen Teil liegt die Weilerzone der „äusseren“ Gemeinde mit den Bezeichnungen Grod, Liebigen, Schulerslehn, Bötschishalden, Sennhof, Leidenberg, Geissbach, Fennern, Wilacker, Bösenwil, Mättenwil, Rossweid und Bergacker. Ein Teil von ihnen stammt von den Alemannen, andere sind in der zweiten und dritten Rodungsphase entstanden.
Der tiefste Punkt der Gemeinde liegt auf 433 Metern über Meer und ist am Eisengrubenweg, der Höchste liegt auf dem Heidenhubel Höneten, und zwar auf genau 614 Metern! Das Gemeindegebiet von Brittnau grenzt von Osten bis Süden an den Kanton Luzern. Die Grenze ist durch zwölf teilweise historisch bedeutungsvolle Marchsteine markiert.