Das Dorf Brittnau entwickelte sich auf der vom Hochwasser der
Wigger geschützten, westlichen Seitenterrasse des Wiggertales,
die sich vom Hinterreich bis ins Hard hinunterzieht.
Seit dem 16. Jahrhundert greifen Siedlungsarme auch in die Seitentäler
Graben und Vorstadt hinein, sowie über die Anhöhe des
Kührains hinauf zum Schürberg. Diese Gebiete wurden in
letzter Zeit stärker bebaut. Altachen und Hard, wo heute rund
die Hälfte der Brittnauer Bevölkerung wohnt, waren bis
zum Beginn des 20. Jahrhunderts nur landwirtschaftlich genutzt.
Damals standen dort erst 16 Häuser. Die Überbauung setzte
etwa um 1920 ein.
Wie man merkt, besteht Brittnau aus mehreren kleineren Weilern.
Das Talgebiet und der Schürberg gelten aus historischer Überlieferung
als „innere“ Gemeinde. Im westlichen Teil liegt die
Weilerzone der „äusseren“ Gemeinde mit den Bezeichnungen
Grod, Liebigen, Schulerslehn, Bötschishalden, Sennhof, Leidenberg,
Geissbach, Fennern, Wilacker, Bösenwil, Mättenwil, Rossweid
und Bergacker. Ein Teil von ihnen stammt von den Alemannen, andere
sind in der zweiten und dritten Rodungsphase entstanden.
Der tiefste Punkt der Gemeinde liegt auf 433 Metern über Meer
und ist am Eisengrubenweg, der Höchste liegt auf dem Heidenhubel
Höneten, und zwar auf genau 614 Metern! Das Gemeindegebiet
von Brittnau grenzt von Osten bis Süden an den Kanton Luzern.
Die Grenze ist durch zwölf teilweise historisch bedeutungsvolle
Marchsteine markiert.
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