
Reitnau ist ein kleines Dorf im unteren Suhrental. Es schmiegt sich
ganz in seine Talseite. Das ist verständlich, da die Talebene
bis ins letzte Jahrhundert von einem Sumpf bedeckt war. Durch diesen
Sumpf schlängelte sich der Bach in vielen Windungen. Heute
breiten sich im Tal saftige Wiesen und fruchtbare Äcker aus,
da die Suhre künstlich gerade gelegt und das Land entsumpft
wurde.
Das Dorf, durch tief eingeschnittene Strassen zergliedert, ist heute
noch lanwirtschaftlich geprägt. Etwa ein Viertel aller Berufstätigen
leben noch von der Landwirtschaft.
Auf einer Moränenterasse (abgelagertes Geröll) thront
die Kirche auf dem bevorzugten Platz über dem Dorf. Sie steht
somit im Mittelpunkt. Sie wurde bereits unter der bernischen Herrschaft
erstellt, der Turm jedoch kam erst 1900 dazu.
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