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Fangmethoden
Das fachgerechte Fangen von Spinnen erfordert
einige Vorkenntnisse und Hilfsmittel.
Vor einer Exkursion, sollten folgende Utensilien vorbereitet sein:
- Fanggläschen
- Alkohol 70%
- Pinsel
- Notizpapier
- Schreibzeug
- eventuell Exhaustor
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Für meine Exkursionen habe ich eine Ledertasche konstruiert,
die aufgeklappt auch als Schreibunterlage dient. Andere Höhlenforscher
bevorzugen es, die Fangröhrchen auf der Innenseite des Helmes zu
plazieren.
Die besten Erfahrungen mit dem Handfang von Höhlenspinnen
habe ich mit drei Methoden gemacht:
- Wenn die Spinne gut von unten erreichbar ist,
lässt man sie ins Fangröhrchen fallen. Spinnen flüchten, indem
sie sich fallen lassen.
- Ist das Fangen von unten nicht möglich, z. B.
bei Linyphiidae, fängt man die Tiere mit einem Pinsel, indem man
den Pinsel von unten an die Spinne führt. Das Tier krabbelt in
den meisten Fällen noch einige Zeit auf ihm herum, bis sie sich
fallen lässt.
- Am Boden entlanglaufende Spinnen fängt man mit
einem Exhaustor oder mit einem angefeuchteten Pinsel. Kleine Spinnen
bleiben daran kleben, grössere kauern sich zusammen, so dass man
sie gut aufsammeln kann.
Das Fangen von Höhlenspinnen mit Barberfallen lehne
ich persöhnlich ab, es sei denn, man hat gezielte Fragestellungen,
die eine solche Aufsammlungsmethode erfordern.
Die handgefangenen Spinnen tötet man mit 70% Alkohol ausserhalb
der Höhle direkt im Fangröhrchen.
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Vorsicht ! :
Gerade im Winter schlafen in Höhlen Fledermäuse,
die durch Lösungsmittel-Dämpfe wie Essigäther oder
ähnliche Mittel gestört werden. Es darf deshalb nur
ausserhalb von Höhlen mit diesen Mittel gearbeitet
werden. Ist dies nicht möglich, sollte nur Alkohol
70% zum Einsatz kommen! |
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Es lohnt sich, noch am Fangplatz Notizen
über den Fundort zu notieren. Spätestens nach der Exkursion müssen
folgende Daten auf eine Etikette geschrieben und der Spinne ins
Fangröhrchen beigegeben werden:
- Fangort (Höhlenname)
- Gemeinde / Provinz / Land
- Koordinaten
- Höhe
- Messpunkt in der Höhle
- Datum
- Name des Sammlers
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Nach der Bestimmung der Tiere und deren Inventarisierung
werden die Fangröhrchen mit einem Wattebausch verschlossen und in
ein grösseres Einmachglas gelegt. Dieses Glas ist mit Alkohol gefüllt
und verhindert ein vorzeitiges Austrocknen der Sammlung.
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