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„Es Stedtli lyt am Jurarand,
chasch’s scho vo wytem gwahre.
E stolzi Burg luegt über’s Land
Und i der Woog ruscht d’Aare.
Zwee Reihe Hüser alt und schmal,
es Bärli uf em Brunne;
vom Chileplatz gsehsch wyt is Tal
und über alls schynt d’Sunne.
Doch blybt au z’Aarbig d’Zyt nid stoh,
du ghörsch Maschine sure,
ghörsch Wäbstuel laufe, Hämmer schloh,
vil Auto fahre dure.
Trotz allem isch das Stedtli chly,
s’mag wachse und gedeihe,
so wird’s doch nie e Grossstadt sy,
mir wänd is drüber freue! "
(Aarburger Lied, 1962)
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Dieses Lied zeigt viele Merkmale des Ortes. Aarburg liegt
am Jurarand, ganz im Westen des Kantons Aargau, und grenzt direkt an Solothurn.
Auffällig ist sicher die Burg, welche über dem Städtchen
auf dem Felssporn thront. Etwas tiefer, aber immer noch auf dem Felssporn
steht die Kirche. Sie dient einerseits als Bindeglied der Festung zur Stadt
und andererseits auch als Verbindung von Nord und Süd der Gemeinde,
da der Felssporn die Gemeinde fast trennt.
Ebenfalls auffallend sind die im Lied erwähnten Häuserreihen:
die eine drängt sich fast an den Felsen, und die andere schmiegt sich
an die Aare.
Die Aare bietet in Aarburg ein besonderes Schauspiel: Durch den Felssporn
wird sie zu einem Richtungswechsel gezwungen. Dazu fliesst noch der Bach
Tych an dieser Stelle in die Aare hinein. Diese sogenannte „Woog“
(Waage) bewirkt eine kreisende Bewegung des Wassers, eine Walze.
Auch die Autos, welche den ganzen Tag durch die schmale Strasse fahren kommen
im Lied vor. Die Altstadt wird täglich von über 30'000 Fahrzeugen
durchfahren, da der einzige direkte Weg für viele durch diese hindurch
führt. Eine Umfahrung ist geplant und soll das Aarestädtchen vom
Lärm und Verkehrstau befreien.
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